15 Oktober 2012 - 20:30

Bei Protesten gegen die Regierung in Kuwait ist es zu Gefechten zwischen Demonstranten und Polizei gekommen. Mehrere Menschen wurden verletzt.

Bei Protesten gegen die Regierung in Kuwait ist es zu Gefechten zwischen Demonstranten und Polizei gekommen. Mehrere Menschen wurden verletzt.

Kuwait(fr.de/IRIB)-

 Kuwaits Hauptstadt haben rund 5000 Menschen zum Teil gewaltsam gegen die Regierung protestiert und sich gegen eine Änderung des Wahlrechts ausgesprochen. Am Rande der Kundgebung in der Nähe des Parlamentsgebäudes von Kuwait-Stadt kam es am späten Montagabend zu Gefechten zwischen Demonstranten und Polizisten. Dabei wurden mehrere Menschen verletzt. Sicherheitskräfte verhafteten Augenzeugen zufolge fünf Demonstranten. Darunter sei der Sohn des bekannten Oppositionellen Ahmed al-Sadun, einem ehemaligen Parlamentspräsidenten, hieß es am Dienstag.

Rascher Termin für Parlamentswahl

Das Opec-Land Kuwait ist bislang nicht von der Protestwelle des Arabischen Frühlings erfasst worden, auch wenn es dort vereinzelt Proteste gegen die Regierung gab. Im Gegensatz zu vielen anderen Golfstaaten hat das ölreiche Emirat bereits ein vergleichsweise einflussreiches Parlament. Die Ernennung des Ministerpräsidenten liegt dennoch in der Hand des Emirs, der das Parlament auch jederzeit auflösen und Neuwahlen ansetzen kann.

Die Opposition hat den Emir aufgefordert, rasch einen Termin für die nächste Parlamentswahl anzusetzen. Die Versammlung war in der vergangenen Woche aufgelöst worden. Die Opposition befürchtet, dass vor der kommenden Wahl Gesetze durchgesetzt werden, die regierungstreuen Kandidaten bei dem Urnengang Vorteile verschaffen könnten.